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Zukunftsvisionen für Oberösterreich 2040 Wie wollen wir 2040 in Oberösterreich leben?

Um unterschiedliche Perspektiven auf das Jahr 2040 sichtbar zu machen, führte das market Marktforschungsinstitut im Auftrag der Oö. Zukunftsakademie eine qualitative Studie in sechs Fokusgruppen mit Menschen aus unterschiedlichen Lebenslagen durch.

Collage von Orten in Oberösterreich

Quelle: ©Oö. ZAK

Sechs Fokusgruppen – unterschiedliche Perspektiven

Zwischen April und Juni 2026 führte market sechs Fokusgruppen-Befragungen mit insgesamt 56 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch. Vertreten waren Familien mit Kindern, junge Menschen sowie Erwachsene ohne Kinder im Haushalt beziehungsweise ältere Personen.

Die Teilnehmenden brachten jene Themen ein, die sie mit Blick auf Oberösterreich 2040 besonders beschäftigen. Die qualitative Studie ist nicht repräsentativ, macht aber unterschiedliche Sichtweisen, Argumentationsmuster und Zukunftsvorstellungen sichtbar.

 

Zukunft muss im Alltag ankommen

Besonders intensiv diskutiert wurden Gesundheit und Pflege, Wohnen und Leistbarkeit, Mobilität, Bildung und Betreuung sowie Arbeit, Wirtschaft und Verwaltung. Auch der gesellschaftliche Zusammenhalt, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Sicherheit spielen eine wichtige Rolle.

Ein gemeinsamer Grundgedanke wird dabei sichtbar: Die Menschen wünschen sich für 2040 kein völlig anderes Oberösterreich. Sie wollen vielmehr, dass vorhandene Stärken bewahrt und Veränderungen so gestaltet werden, dass Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit auch künftig verlässlich möglich bleiben.

Die Oö. Zukunftsakademie hat die Ergebnisse von market weiter analysiert und zu sechs Zukunftsqualitäten verdichtet:

  • Verlässlich: Versorgung, Betreuung und öffentliche Strukturen sollen auch künftig zuverlässig funktionieren.
  • Leistbar: Wohnen, Mobilität und Versorgung müssen finanziell zugänglich bleiben.
  • Erreichbar: Der Wohnort soll nicht darüber entscheiden, ob Arbeit, Bildung, Gesundheit oder Freizeitgestaltung möglich sind.
  • Ermöglichend: Bildung, Verwaltung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sollen Menschen befähigen und Handlungsspielräume eröffnen.
  • Verbunden: Vereine, Nachbarschaft, Jugendräume und lebendige Ortskerne stärken Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Nachhaltig: Ressourcenschutz, Regionalität und Kreislaufwirtschaft sollen mit Leistbarkeit und Alltagstauglichkeit verbunden werden.
     

Verlässlichkeit und Veränderung zusammendenken

Die Fokusgruppen zeigen:
Zukunft wird weniger als radikaler Bruch mit der Gegenwart gedacht, sondern als Weiterentwicklung eines lebenswerten Oberösterreichs.

Über alle Themenfelder hinweg zeigt sich: Entscheidend ist für die Teilnehmenden, dass Veränderungen konkret im Alltag ankommen – durch eine verlässliche Versorgung, leistbare Angebote, gute Erreichbarkeit und mehr Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Aus Sicht der Oö. Zukunftsakademie entsteht daraus ein klares Zukunftsbild:

Fortschritt und Verlässlichkeit sind keine Gegensätze. Zukunftsgestaltung gelingt dort, wo Veränderung Lebensqualität stärkt und im Alltag spürbar wird.


Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die weitere Arbeit der Oö. Zukunftsakademie ein. Sie werden vertiefend analysiert und bilden die Grundlage für eine Publikation zum „Zukunftsraum Oberösterreich 2040“.

Darin sollen die zentralen Erkenntnisse weiter verdichtet und daraus entstehende Gestaltungsfragen sichtbar gemacht werden.
Denn die entscheidende Frage ist nicht nur, wie wir 2040 leben wollen – sondern auch, welche Entscheidungen wir heute dafür treffen müssen.