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Future Skills - Kompetenzen für das 21. Jahrhundert

Future Skills“ oder „21st Century Skills“ sind zwei neue Begriffe, die uns darauf hinweisen, dass wir uns nicht darauf verlassen dürfen, dass die Verinnerlichung der Bildungsinhalte der Vergangenheit auch ein Garant dafür ist, dass wir in Zeiten, die vor uns liegen, erfolgreich sind. Zukunftsorientierte Kompetenzprofile setzen sich aus Sach- und Fachkundigkeit („Literacy Skills“), aus persönlichen und sozialen Lebenskompetenzen („Life Skills“) sowie aus methodischen und digitalen Kompetenzen zusammen, die in Kombination mit den meisten anderen Kompetenzen besonders gefragt sein werden.

Breitenkompetenz und Fachkompetenz verbinden

Abbildung: Breitenkompetenzen für die Zukunft

Zukunftsweisende Kompetenzprofile verbinden vertiefte Fachkompetenzen (z.B. technisch-naturwissenschaftlich, Medizin, Ökonomie, etc.) mit breiten Querschnittskompetenzen. Im Zeitalter schneller Innovation und multigrafischer beruflicher Karrieren reicht eine einzige Vertiefungskompetenz für das ganze Leben oft nicht mehr aus. Im Prozess des lebenslangen Neu- und Weiterlernens können daher bestehende Vertiefungskompetenzen durch neue ergänzt oder ersetzt werden. Gefragt sind zunehmend auch interdisziplinäre Fachkompetenzen, die mehrere Wissensbereiche kombinieren.

 

Beispiele dafür, was wir können müssen

Lebenslang neu und umlernen ... Mit Menschen anderer Generationen und Kulturen zusam­men arbeiten und leben ... Digitale Tools im Lebens- und Arbeitsalltag verwenden, mit Daten sicher umgehen, ethische Grundregeln auch in der virtuellen Welt einhalten ... In sozialen Medien verantwortungsvoll kommunizieren, virtuell zusammenarbeiten .... Global und inter­generationell verantwortungsbewusst handeln, Zusammenhänge verstehen, technologische und soziale Innovationen entwickeln und erproben ... Wissen finden, bewer­ten und um­set­zen, Informationen analysieren und interpretieren ... Wege und Zeitab­läufe organisie­ren, kosten-, sicherheits-, gesundheits- und mitweltbewusst mobil sein ... In anderen Sprachen und Kulturkreisen kommunizieren, produktiv arbeiten, anpassungsfähig, kreativ und innovativ sein... Achtsam sein, eigenverantwortlich entscheiden, Eigeninitiative ergreifen, resilient sein ... Den eigenen Lebensstil eigenverantwortlich gesund gestalten, mit Gesund­heits­informationen kompetent umgehen ...

21st Century Skills brauchen Resonanzräume

Fantasiebild: zwei Mädchen mit Fernrohr und Schulrucksack auf einem Buchrücken

(Quelle: Konstantin Yuganov - stock.adobe.com)

Es ist erforderlich, dass wir uns tiefergehend mit der Frage nach der konkreten Bedeutsamkeit der 21st Century Skills für unser Lernen, Denken und Handeln auseinandersetzen. Eine solche Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Zukunftsgestaltung und Bildung findet im Schuljahr 2020/21 in Form einer ergebnisoffenen kreativen Dialogereihe mit SchulleiterInnen und PädagogInnen statt.

 

In Kooperation der Oö. Zukunftsakademie mit der Bildungsdirektion Oberösterreich, der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich und der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz entwickeln Schulteams aus allen Bildungsregionen entlang folgender Schritte Ideen zur Verknüpfung von Schulentwicklung und Zukunftskompetenzen:

 

Zukunftsraum: Welche Megatrends sind relevant und worin liegt für uns die konkrete Bedeutung von 21st Century Skills? Welche 21st Century Skills lösen bei uns hinsichtlich unserer Ziele, Aufgaben- oder Problemstellungen ein Gefühl der Resonanz aus?

 

Ideenraum: Welche Anknüpfungspunkte sehen wir zu Unterrichts- und Schulentwicklung? Was vom „Alten“ können wir zugunsten des „Neuen“ weglassen, welche Vernetzungen und Freiräume können uns helfen?

 

Umsetzungsraum: An Schulentwicklungsnachmittagen werden von den Schulteams Umsetzungsmöglichkeiten für die generierten Ideen weiter konkretisiert.

 

 

Zukunftsgespräch Bildung am 30.6.2021

Als Abschluss der Dialogreihe ist eine öffentliche Veranstaltung am 30.6.2021, 17.00 bis 19.00 Uhr mit Keynote zum Thema "Welche Kompetenzen braucht die Zukunft?" sowie ein Podiumsgespräch mit LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander und Bildungsdirektor Dr. Alfred Klampfer geplant.