Bildungsmilieus der Zukunft sind die Zielgruppen des lebensbegleitenden Lernens

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Wie kann es gelingen, Bildung so zu gestalten, dass sie von den Menschen in jedem Lebensabschnitt als bereicherndes Lebensstil­element wahrgenommen und nachgefragt wird?

 

In welchen Merkmalen unterscheiden sich Menschen in ihren Zugängen zur Bildung und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für ein zukunftsorientiertes Bildungsmarketing?

 

Eine Verbindung von gesellschaftlicher Zukunftsforschung und zukunftsorientiertem Bildungsmarketing schaffte die Kooperation der Oö. Zukunftsakademie mit dem Erwachsenenbildungsforum OÖ, der Direktion Bildung und Gesellschaft und der Johannes Kepler-Universität:

Unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Pädagogik und Psychologie, Prof.in Dr.in Carola Iller, nahmen im Jahr 2013 elf Mitgliedseinrichtungen des Erwachsenenbildungs-Forums Oberösterreich an einer Erhebung der Bildungszielgruppen sowie an einem Zukunftsworkshop teil.

 

Dabei wurde davon ausgegangen, dass sich die zunehmende Vielfalt der Gesellschaft am besten durch „Lebensstilgruppen“ (Soziale Milieus) beschreiben lässt. Diese unterscheiden sich auch in ihrem Bildungsverständnis (z.B. Bildung zur sozialen Vernetzung, Bildung als Strategie im Umgang mit den Ungewissheiten, Bildung als Freizeitangebot, etc.) und brauchen differenzierte, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote (inhaltlich, methodisch, örtlich, zeitlich, etc.).

 

Zu den wichtigsten Erkenntnissen, die der gemeinsame Vordenkprozess von Bildungsforschung und Bildungseinrichtungen erbracht hat, zählt, dass ein attraktives Bildungsimage sowohl Hemmschwellen und Bildungsängste der bildungsfernen Menschen, als auch einen Bildungsdünkel der Gebildeten abbauen muss. Bildung – als Lebensstil­element verstanden - richtet den Fokus weg von den Schwächen, dafür hin zur Wertschätzung der Kompetenzen, die jeder Mensch im Laufe des Lebens erworben hat.

 

Neue Bildungszielgruppen erfordern auch neue räumliche, zeitliche und methodische Bildungsformate, die sich an den Lebenswelten der Betroffenen orientieren: z.B. Bildungsangebote im Privatraum, Deutschkurse im Park, Bildungsfrühstück, oder -stammtische oder Lernen im Wellness-Ambiente. Lernfoyers, Lernläden oder Lernfeste können ebenfalls die Lust an der Weiterbildung wecken. Familien können mit parallelen Kursen für Eltern und Kinder verstärkt angesprochen werden. Sinnvoll könnte auch eine Querverbindung zu anderen sozialen Dienstleistungen (z.B. Beratungsleistungen) sein.

Der zunehmenden Flexibilität der Menschen kann man mit kompakten Kursmodulen oder mit der Zertifizierung von Einzelveranstaltungen (statt ganzen Kursen) Rechnung tragen.

Persönliche Beratung hat einen hohen Stellenwert, um Menschen die Suche nach dem für sie „richtigen“ Bildungsangebot zu erleichtern.

 

Auch bei der Gestaltung und Textierung von Bildungsprogrammen, Kursbeschreibungen, Veranstaltungseinladungen u.dgl. sollen verstärkt die  Bildungsmotive unterschiedlicher Lebensstilgruppen angesprochen werden (z.B. Bildung als berufliche Chance, Bildung als Beitrag für ein gelingendes persönliches Leben, Bildung als Freizeitangebot, Bildung als Treffpunkt, Bildung als „Luxus“, den man sich gönnt, etc.).

 

Endbericht "Die Zukunft des Bildungsmarketings unter Berücksichtigung der Bildungsmilieus und Bildungsbeteiligung"

Oö. Zukunftssymposium am 19.11.2019

  Land OÖ / Linschinger
Programm

Kommunale Zukunftsgespräche am 28.10.2019

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Zur Nachlese

OÖ DemografieForum am 08.10.2019

Titelbild Oö. DemografieForum 2019 Dr. N. Lange - stock.adobe.com (Retusche)
Nachlese und Videomitschnitt

Achtsam in die digitale Zukunft am 25.5.2019

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zur Zusammenfassung
"Der Glaube an eine bessere Zukunft ist die Quelle, aus der wir täglich neue Kraft schöpfen"
Wolfgang Kownatka
"Wer die Zukunft gestalten will, muss Träume und Visionen haben"
Ernst Ferstl
"Wer in die Zukunft mitgenommen werden will, der muss sich bereits in der Gegenwart reisefertig machen"
Wolfgang Kownatka
"Fortschritt besteht nicht in der Verbesserung dessen, was war, sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird"
Khalil Gibran
"Man muss die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten"
Charles Maurice de Talleyrand
"Wenn sie nicht über die Zukunft nachdenken, können sie keine haben"
John Galsworthy
"Die Zukunft gehört denen, die die Möglichkeiten erkennen, bevor sie offensichtlich werden"
Oscar Wilde
"Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein"
Perikles
"Die Zukunft erkennt man nicht, man schafft sie"
Stanislaw Brzozowski
"Binde deinen Karren an einen Stern"
Leonardo da Vinci
"Wir werden nicht durch die Erinnerung an unsere Vergangenheit weise, sondern durch die Verantwortung für unsere Zukunft"
George Bernard Shaw 
"Unsere Einstellung der Zukunft gegenüber muss sein: Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in der Zukunft geschieht"
Karl Raimund Popper 
"Lasst uns an die Stelle von Zukunftsängsten das Vordenken und Vorausplanen setzen"
Winston Spencer Churchill 
"Die Lebenskraft eines Zeitalters liegt nicht in seiner Ernte, sondern in seiner Aussaat"
Ludwig Börne 
"Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald Sorgen haben"
Konfuzius
"Wir alle sollten uns um die Zukunft sorgen, denn wir werden den Rest unseres Lebens dort verbringen"
Charles F. Kettering 
"Die Zukunft wird uns immer überraschen, aber sie sollte uns nicht überrumpeln"
R. Buckminster Fuller 
"Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen, denn Zukunft kann man bauen"
Antoine de Saint-Exupéry 
"Wenn der Wind der Veränderung weht, baut der Narr Mauern. Der Weise jedoch baut Windmühlen"
Chinesische Weisheit 
"Wir dürfen nie vergessen, dass die Zukunft zwar gewiss nicht in unsere Hand gegeben ist, dass sie aber ebensowenig gewiss doch auch nicht ganz außerhalb unserer Macht steht"
Epikur 
"Die Welt besteht aus denen, die etwas in Gang setzen, denen, die zusehen, wie etwas geschieht und denen, die fragen, was geschehen ist"
Norman R. Augustine 
"Es handelt sich weniger um das Voraussagen als um das Vorausdenken der Zukunft"
Kurt Sontheimer
"Das Merkwürdigste an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit später die gute alte Zeit nennen wird"
John Steinbeck